Besteck Modell des Amtes . Wer ist der Designer ?

  • So , das Rätsel ist gelöst. Wir hatten ja beim Treffen auch eine Weile mit Besteck zugebracht. Und ich meine mich zu erinnern, dass eigentlich niemand weiß, wer der Entwerfer ist. Dieses Rätsel kann ich nun lösen. Beim Blick ins Buch "Designer im Dritten Reich" findet sich auf Seite 171 der Hinweis, dass der Entwerfer des 1938 eingeführten Besteckes Professor Kurt Baer war. :sherlok:

    Ein Mensch schaut in der Straßenbahn
    der Reihe nach die Leute an.
    Jäh ist er zum Verzicht bereit,
    auf jede Art Unsterblichkeit.
    (Eugen Roth)

  • Hast Du nähere Infos zu dem Herrn, ich finde über Ihn nichts.
    Lohnt das Buch ?

    PROVIDENTIAE MEMOR :sachsen-flagge:

    Mein lieber Sohn, du tust mir leid. Dir mangelt an Enthaltsamkeit.

    Enthaltsamkeit ist das Vergnügen - an Sachen, welche wir nicht kriegen.

    Drum lebe mäßig, denke klug. Wer nichts gebraucht, der hat genug.

  • Das Buch ist zweifelsohne eine großartige Quelle. Ganze Kapitel beschäftigen sich mit allen Aspekten des Designs im Dritten Reich und ein sehr großer Teil davon auch logischerweise mit dem AfSchdA. Dort auch Möbel , Gläser und das Porzeallan mit allen Facetten. Das Buch gibt's allerdings nur noch antiquarisch, eins steht grad bei zvab drin für über 80 Euro. Ich kann es Dir auch gerne mal leihen, wenn Du erst mal schauen willst.

    Ein Mensch schaut in der Straßenbahn
    der Reihe nach die Leute an.
    Jäh ist er zum Verzicht bereit,
    auf jede Art Unsterblichkeit.
    (Eugen Roth)

  • Kurt Baer. Bisher konnte ich auch nichts finden. Aber ich bleibe dran. im Buch steht auch nur der Name und im Gegensatz zu den anderen ( Gretsch, Löffelhardt, Mauder etc.) auch keinerlei biografische Daten.

    Ein Mensch schaut in der Straßenbahn
    der Reihe nach die Leute an.
    Jäh ist er zum Verzicht bereit,
    auf jede Art Unsterblichkeit.
    (Eugen Roth)

  • im wiki-beitrag zu wolgast steht ein kurt beer mit doppel-e . liegt es evtl. daran das du nichts findest ?

    gruß hutschi :hut-ab:
    Ja ich sammle nur noch Eierbecher mit Gastrohintergrund und das ist gut so !




  • Nein, habe auch schon unter mehreren Schreibweisen gesucht. für die Schreibweise mit ea findet man sehr viele jüdische Namen, daher kann es schon sein, dass der Name geändert wurde auf ee. Aber auch unter ee und ä und Kurt mit C findet man nix Substantielles. Der Brunnen in Wolgast stammt definitiv von einem Berliner Professor Kurt Baer , oder eben Beer. Ich denke, dass das unser Besteckdesigner ist. Vielleicht gibt es ja im Wolgaster Stadtarchiv noch Brief- und Rechnungsvekehr aus der Zeit. Ich bleibe auf jeden Fall dran.

    Ein Mensch schaut in der Straßenbahn
    der Reihe nach die Leute an.
    Jäh ist er zum Verzicht bereit,
    auf jede Art Unsterblichkeit.
    (Eugen Roth)

  • Im Grassi Museen sollte das wohl irgendein Schlauberger wissen.... :logisch:

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    Mein lieber Sohn, du tust mir leid. Dir mangelt an Enthaltsamkeit.

    Enthaltsamkeit ist das Vergnügen - an Sachen, welche wir nicht kriegen.

    Drum lebe mäßig, denke klug. Wer nichts gebraucht, der hat genug.

  • Sind Zuckerlöffel und sehr selten. Aufgrund der kleinen Modellgröße wurde auf die MdA Prägung verzichtet.

    PROVIDENTIAE MEMOR :sachsen-flagge:

    Mein lieber Sohn, du tust mir leid. Dir mangelt an Enthaltsamkeit.

    Enthaltsamkeit ist das Vergnügen - an Sachen, welche wir nicht kriegen.

    Drum lebe mäßig, denke klug. Wer nichts gebraucht, der hat genug.

  • Auch die Zuckerlöffel hatten die Amt-Marke.Es sei denn,sie sollten sie nicht haben.Die normalen Besteckteile gab es auch ohne Marke.Nur ist der Grund dafür noch nicht gesichert.Unterlassung ab '44? Exportware? Nachkriegsproduktion? oder gab es das Besteck schon vor 1938 und es wurde vom Amt nur kassiert so wie einige Geschirrteile auch?

  • Auch die Zuckerlöffel hatten die Amt-Marke.Es sei denn,sie sollten sie nicht haben.Die normalen Besteckteile gab es auch ohne Marke.Nur ist der Grund dafür noch nicht gesichert.Unterlassung ab '44? Exportware? Nachkriegsproduktion? oder gab es das Besteck schon vor 1938 und es wurde vom Amt nur kassiert so wie einige Geschirrteile auch?

    Guten Morgen allerseits, ich habe ein paar Gabeln Modell des Amtes ohne Logo gefunden. nicht entnazifiziert. Weiß jemand mehr darüber? Viele dank

  • Das Besteck ohne MdA-Logo gibt es , wenn auch nicht so häufig. Ich teile die Ansicht von erdspiegel, dass es durchaus Kostengründe gehabt haben könnte, auf das Logo zu verzichten, insbesondere bei späten Produktionen während des Krieges.Ich finde das Logo sowieso immer viel zu groß und unproportioniert. Mein Besteck hat prinzipiell keine MdA-Logos. War auch billiger :) Hab mal ein Foto angehangen, bei dem man insbesondere das seltene Fischbesteck recht gut erkennt. Hersteller bei allen Stücken ist HMZ.

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